
Die Juni-Ausgabe der „PflegePositionen“ des Deutschen Pflegerats ist erschienen. Die Themen der aktuellen Ausgabe sind:
Editorial. Pflege nicht ins Abseits stellen (von Christine Vogler, Präsidentin des DPR)
Im Fokus. Pflege braucht eigene Strukturen (von Jana Luntz, Vize-Präsidentin des DPR)
Beitragssatzstabilisierung darf nicht zur Destabilisierung der Versorgung führen. Gesetzentwurf (DPR)
News. Mehr Pflegekompetenz in der Primärversorgung (DPR) | BAPID II: Rollenprofile und Berufsbilder überarbeitet (DPR) | Personalbemessung regeln (DPR)
Aus den Verbänden. Welt-Hebammentag 2026 (DHV)
Gestärkte Pflege schützt Leben und Zusammenhalt. Internationaler Tag der Pflegenden (DPR)
Hier können Sie den kompletten Newsletter Juni 2026 downloaden
Jetzt buchen: Der Frühbucherrabatt für den Deutschen Pflegetag 2026 läuft am 30. Juni aus, bis dahin gibt es Tickets noch zum vergünstigten Preis.
Der Pflegetag findet am 12. und 13. November im hub27 auf der Messe Berlin statt.
Es ist die zentrale Veranstaltung für die Pflegeberufe in Deutschland, die alljährlich große mediale und politische Aufmerksamkeit findet.
Der Fokus liegt auf dem Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren aus der Akut- und Langzeitpflege sowie der Stärkung interprofessioneller Kompetenzen.
Neben dem regulären Ticket gibt es für Junge Pflegende ein vergünstigtes Nachwuchsticket. Damit könnt ihr beide Kongresstage und den Junge Pflege Kongress teilnehmen.
Hier finden Sie weitere Informationen zu allen Aktionen rund um den Pflegetag: Der Kongress für Pflege in Deutschland - Deutscher Pflegetag
Posteraktion #Pflege.Wirkt:
Einladung zur Teilnahme
Über 100 Poster wurden im vergangenen Jahr zum Deutschen Pflegetag eingereicht. Das war ein beeindruckendes Ergebnis. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Posteraktion. Noch bis zum 1. Juli 2026 können Ideen eingereicht werden.
Unter dem Motto #Pflege.Wirkt – Impulse der Profession zum Wandel in der Gesundheitsversorgung lädt der Deutsche Pflegerat Auszubildende, Pflegefachpersonen, Studierende sowie Akteur:innen aus Praxis, Bildung, Wissenschaft und Management ein, ihre Erfahrungen, Projekte und Ideen einzubringen.
Gesucht werden praxisnahe, wissenschaftliche und innovative Beiträge, die zeigen, wie vielfältig professionelle Pflege wirkt. Auch kleinere Projekte und konkrete Impulse aus der Praxis sind herzlich willkommen.
Pressemeldung, Deutscher Pflegerat e.V. (DPR) Berlin, 03. Juni 2026 Nr. 27/2026
Der Deutsche Pflegerat (DPR) warnt vor einer Abkehr von bedarfsgerechter Pflege in der vollstationären Langzeitpflege. Anlass ist die Unterrichtung der Bundesregierung zum „Bericht über die Umsetzung und Weiterentwicklung des wissenschaftlich fundierten Personalbemessungsverfahrens in der vollstationären Langzeitpflege“.
Die Bundesregierung plant derzeit weder eine bundeseinheitliche Mindestpersonalausstattung noch eine Erhöhung der Personalanhaltswerte. Der DPR hält dies für falsch: Der Bericht des GKV-Spitzenverbandes zeigt Umsetzungsprobleme. Die Bundesregierung macht daraus eine politische Bremse für die Personalbemessung. Faktisch wirkt das wie ein Umsetzungsstopp. Damit droht der tatsächliche Pflegebedarf pflegebedürftiger Menschen hinter Arbeitsmarkt, Finanzierungsdruck und kurzfristiger Umsetzbarkeit zurückzutreten.
Mangel darf nicht zum Maßstab werden
„Pflegebedarf verschwindet nicht, weil Personal fehlt. Wer den Mangel zum Maßstab macht, erklärt ihn zur Normalität. Der Staat darf seinen Versorgungsauftrag nicht an den Mangel anpassen“, erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats
Ein besonderer und bewegender Höhepunkt des 3. Pflegerischen Ethik-Kongresses in Speyer war die erstmalige Verleihung der Franz-Reinisch-Medaille der Franziskus-Stiftung für Pflege.
Mit dieser neuen Auszeichnung werden Menschen geehrt, die durch ihr Handeln Verantwortung, Menschlichkeit und außergewöhnliche Haltung sichtbar machen. Unterstützt wurde die Auszeichnung durch den Katholischen Pflegeverband e. V. sowie die Stiftung Humor hilft Heilen.
Die Laudatio hielt Hans-Josef Börsch, Vorsitzender des Katholischen Pflegeverbandes e. V.
Hier können Sie den kompletten Bericht downloaden
Hier können Sie das Handout zum Thema: "Grenzen setzen im Pflegealltag" Dozent: Rüdiger Bohn dowloaden
Hier können Sie das Fotoprotokoll zum Thema: "Die Bedeutung von Selbstfürsorge" Dozent: Markus Classen downloaden
Hier können Sie das Handout zum Thema: "Zu Diensten!? Pflege als Berufung" Dozent: Ulrich Dallmann downloaden
Hier können Sie das Handout zum Thema: "Dienen, funktionieren oder beides?" Dozent: Philipp Henßler downloaden
Hier können Sie das Handout zum Thema: "Das Dienen im Umgang mit Sterbenden" Dozentin: Claudia Stemmer downloaden
Information zur Organisation und Mitwirkende können Sie hier downloaden
Berlin (22. Mai 2026, Nr. 26/2026)
Zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 fordert der Deutsche Pflegerat (DPR), die Rechte von Menschen mit Pflegebedarf stärker zu sichern. Menschenwürde und Sozialstaat müssen auch dann gelten, wenn Menschen auf Pflege angewiesen sind.
Pflege ist nicht allein eine soziale Leistung, sondern Ausdruck staatlicher Schutz- und Gewährleistungsverantwortung gegenüber vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Wer Pflege braucht, muss sich auf Schutz, Unterstützung und gute Versorgung verlassen können. Das darf nicht von Wohnort, Systemgrenzen, Bürokratie oder knappen Ressourcen abhängen. Entscheidend ist, dass der Sozialstaat Menschen mit Pflegebedarf im Alltag wirklich erreicht.
Pressemeldung, Berlin, 18.05.2026 (Nr. 25/2026)
Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert,
die Versorgungsperspektive in den Mittelpunkt zu stellen, die Profession Pflege als eigenverantwortliche Akteurin zu stärken und Versorgungsfolgen von Gesetzen zu prüfen.
Der DPR verlangt, dass bei allen aktuellen und zukünftigen Gesetzesvorhaben im Gesundheits- und Pflegebereich die Versorgungsperspektive konsequent berücksichtigt wird, mit einem klaren Fokus auf die Profession Pflege. Diese muss als eigenständige und eigenverantwortliche Akteurin der Versorgung anerkannt und ihre Kompetenzen im Alltag wirksam genutzt werden.
Die Profession Pflege darf nicht länger nur Empfängerin gesetzlicher Vorgaben, Nutzerin digitaler Systeme oder Ausführende fremder Entscheidungen sein. Pflegefachpersonen tragen täglich Verantwortung für Versorgung. Ihre Kompetenzen müssen rechtlich abgesichert, strukturell eingebunden und praktisch nutzbar gemacht werden. Zugleich braucht es eine klare Versorgungsfolgenabschätzung: Entscheidend ist, ob Gesetze die Versorgung der Menschen sichern und verbessern.
Versorgungsperspektive heißt: Pflegekompetenz nutzen
Der DPR sieht in den aktuellen Gesetzesvorhaben zur gesetzlichen Krankenversicherung, Sozialen Pflegeversicherung und Digitalisierung ein grundlegendes Problem: Versorgung wird zu oft aus der Perspektive von Finanzen, Technik, Verwaltung, Datenflüssen und ärztlich geprägten Strukturen geplant. Zu selten wird gefragt, was Regelungen für Patient:innen und pflegebedürftige Menschen in den verschiedenen Versorgungssettings, pflegende An- und Zugehörige sowie die Gesundheits- und Pflegeberufe konkret bedeuten. Der Heilberuf Pflege wird noch immer nicht selbstverständlich als eigenständige, versorgungsverantwortliche Profession behandelt. Dabei sichern Pflegefachpersonen die Versorgung nicht am Rand, sondern mittendrin: mit eigener Fachlichkeit, eigener Verantwortung und eigener Kompetenz.
„Bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Versorgung entsteht im Zusammenspiel. Das betrifft Pflegefachpersonen ebenso wie Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Hebammen, Apothekerinnen und Apotheker, Medizinische Fachangestellte, Rettungsdienst, Sozialdienste, Beratungsstrukturen und viele weitere Berufsgruppen. Genau dieses Zusammenspiel muss die Gesetzgebung endlich konsequent abbilden“, so Vogler.
Anlässlich des Internationalen Tages der Pflegenden würdigt der Katholische Pflegeverband e. V. (KPV) die tägliche Leistung professionell Pflegender in allen Bereichen des Gesundheitswesens.
„Pflege bedeutet Verantwortung, Menschlichkeit und hochprofessionelles Handeln. Pflegende sichern jeden Tag die Versorgung der Menschen – oft unter schwierigen Bedingungen. Gleichzeitig sind Werte wie Würde, Respekt und Verantwortung unverzichtbarer Bestandteil professioneller Pflege“,
erklärt Hans-Josef Börsch, Vorsitzender des KPV.
Der Verband fordert spürbare Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, eine verlässliche Personalbemessung in allen Sektoren, mehr Entwicklungsmöglichkeiten und eine stärkere politische Beteiligung der Pflege.
„Pflege braucht nicht nur Mitsprache, sondern echte Mitentscheidung. Professionell Pflegende wissen, wie gute pflegerische Versorgung funktioniert. Deshalb müssen sie verbindlich an gesundheitspolitischen Entscheidungen beteiligt werden zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger“, betont unser Vorsitzender Herr Börsch. Der KPV spricht sich zudem für mehr eigenständige Kompetenzen der Pflege sowie eine starke berufliche Selbstverwaltung aus. Dazu gehören auch klare rechtliche Rahmenbedingungen, eine eigenständige Abrechenbarkeit pflegerischer Leistungen und entsprechende haftungsrechtliche Regelungen.
Der Katholische Pflegeverband dankt allen Pflegenden für ihren täglichen Einsatz und setzt sich weiterhin entschlossen für eine starke, werteorientierte und zukunftsfähige Pflege ein.
Die Mai-Ausgabe der „PflegePositionen“ des Deutschen Pflegerats ist erschienen. Die Themen der aktuellen Ausgabe sind:
Editorial. Versorgung statt Sparreflex (von Christine Vogler, Präsidentin des DPR)
Im Fokus. Abstracts für Poster gefragt (von Pascale Hilberger-Kirlum, Vize-Präsidentin des DPR)
Pflegerische Diagnostik ist Grundlage eigenverantwortlicher Pflege. Positionspapier veröffentlicht (DPR)
Pflege stärken, Versorgung sichern. DPR fordert Strategie für Pflegeexzellenz (DPR)
Aus den Verbänden. Offener Brief Primärversorgung (DHV)
Mehr Auszubildende, mehr Personal. DPR sieht Fortschritt, mahnt aber zum Handeln (DPR)
Pressemeldung Berlin (30. April 2026, Nr. 23/2026)
Der Deutsche Pflegerat fordert die Länder dazu auf, deutschlandweit konsequent eigenständige Selbstverwaltungsstrukturen der Pflege zu schaffen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln – in Form von Pflegekammern. Die Profession Pflege braucht verbindliche Mitentscheidungsrechte, um ihren Versorgungsauftrag im Gesundheitssystem wirksam wahrnehmen und ihre pflegefachliche Verantwortung einbringen zu können.
PRESSEMELDUNG Deutscher Pflegerat e.V. (DPR) Berlin (28. April 2026, Nr. 22/2026)
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Positionspapier zur Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege veröffentlicht. Es bewertet das im Projekt „Entwicklung und Erprobung eines Konzepts zum qualifikations- und kompetenzorientierten Personaleinsatz gemäß § 8 Abs. 3b SGB XI“ erprobte Organisationsmodell und seine Umsetzung anhand des Abschlussberichts aus Sicht der Profession Pflege.
Der DPR sieht in der neuen Personalbemessung einen wichtigen Perspektivwechsel: weg von starren Fachkraftquoten hin zu einer Versorgung, die sich an Qualifikationen, Kompetenzen, dem Pflegeprozess und der Bezugspflege orientiert. Gleichzeitig warnt der DPR davor, diesen Ansatz grundsätzlich als tragfähige Lösung für den Regelbetrieb zu werten, solange die nötigen Voraussetzungen – etwa in der Arbeitsorganisation, Leitungsstruktur, Personalausstattung, digitalen Unterstützung und Bildungsstrukturen – fehlen.
„Das Ziel unseres Positionspapiers ist es, Orientierung zu geben, da wir uns in der entscheidenden Phase der Umsetzung befinden“, erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Es geht darum, Pflegequalität und bedarfsgerechte Versorgung vor Ort zu stärken. Dafür müssen wir die Grundlagen schaffen, damit die neue Personalbemessung erfolgreich umgesetzt werden kann.“
Pressemeldung DPR e.V. 21.04.2026 Nr. 21/2026
Beitragssatzstabilisierung darf nicht zur Destabilisierung der Versorgung führen
Der Deutsche Pflegerat (DPR) warnt vor gravierenden Fehlsteuerungen der Pflege durch das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Der Entwurf zielt auf stabile Beiträge, könnte aber die Versorgung destabilisieren. Aus Sicht des DPR wird finanzpolitische Begrenzung zum Leitprinzip erhoben, ohne den tatsächlichen Personal- und Strukturbedarf für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung, Patientensicherheit und langfristige Systemstabilität zu berücksichtigen.
„Dieser Referentenentwurf soll Beiträge stabilisieren. Tatsächlich droht er aber, Versorgung zu destabilisieren. Genau das ist sein Problem“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Ein Finanzindikator wird hier zum Versorgungsmaßstab gemacht. Das ist sachlich falsch und gesundheitspolitisch gefährlich.“
Der DPR kritisiert besonders die Grundlohnrate als Maßstab für Vergütungssteigerungen. Sie spiegelt weder den tatsächlichen Pflegebedarf noch den Arbeitsmarkt, den Personalmangel oder die Tarifentwicklung in der Pflege. Zudem soll sie in den Jahren 2027, 2028 und 2029 jeweils um einen Prozentpunkt gemindert werden, was die Fehlsteuerung verschärft.
Unsere Mitgliederversammlung des Katholischen Pflegeverbands findet am 21. Mai 2026 von 17:00 bis 18.30 Uhr neben der Präsenzveranstaltung zusätzlich digital statt.
Wenn Sie Interesse an einer digitalen Teilnahme haben, senden Sie bitte eine E-Mail an
Sie erhalten den Zugangslink rechtzeitig vor der Veranstaltung. Wir freuen uns aus Sie!
Der Deutsche Pflegerat (DPR) erkennt den finanzpolitischen Handlungsdruck in der gesetzlichen Krankenversicherung an. Der Auftrag an die FinanzKommission Gesundheit war klar fiskalisch ausgerichtet: kurzfristige und mittelfristige Stabilisierung der Beitragssätze.
Der DPR sieht darin jedoch eine zentrale Gefahr: Werden Reformen nur fiskalisch ausgerichtet, droht erneut, dass notwendige strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen ausbleiben.
„Der Bericht reagiert auf ein reales Finanzproblem, bleibt aber in einer Logik stehen, die wir seit Jahren kennen: Es wird kurzfristig auf Ausgaben geschaut, ohne die strukturellen Ursachen anzugehen“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Das ist das Muster, das uns in die heutige Situation geführt hat.“
Über Jahrzehnte wurden strukturelle Reformen im Gesundheitswesen nicht konsequent umgesetzt – weder in Zeiten finanziellen Drucks noch in Zeiten größerer finanzieller Spielräume. Stattdessen hat sich eine Praxis etabliert: Kostenentwicklung wird kurzfristig adressiert, während grundlegende Versorgungsfragen unbeantwortet bleiben.
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Positionspapier zur pflegerischen Diagnostik im Kontext des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) veröffentlicht.
Das Gesetz sieht vor, dass entsprechend qualifizierte Pflegefachpersonen bestimmte, noch zu definierende "Leistungen der ärztlichen Behandlung im Rahmen der Leistungserbringung" nach "ärztlicher Diagnose und Indikationsstellung oder nach pflegerischer Diagnose durch die Pflegefachperson" erbringen dürfen.
Der DPR definiert pflegerische Diagnostik als "fachlicher Prozess, in dem Pflegefachpersonen Informationen erheben, pflegerische Bedarfe, Probleme, Risiken und Ressourcen ermitteln und fachlich beurteilen." Sie mache individuelle Pflegebedarfe sichtbar, strukturiere die fachliche Urteilsbildung und schaffe die Grundlage dafür, pflegerisches Handeln verantwortlich zu planen und durchzuführen.
Pflegerische Diagnose ist im Positionspapier als "ein Ergebnis der pflegerischen Diagnostik" beschrieben. "Sie beschreibt einen pflegerisch relevanten Zustand, ein Problem, ein Risiko, eine Ressource oder einen Unterstützungsbedarf, bildet aber nicht das gesamte pflegerische Leistungsspektrum ab."
Regensburg, 31. März 2026
Warnung vor Qualitätsverlusten:
Geplante Eingriffe in die Pflegefinanzierung gefährden die Versorgung der Bevölkerung
Der Katholische Pflegeverband Deutschland e. V. warnt eindringlich vor den möglichen Folgen der aktuell diskutierten Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit. Insbesondere die Überlegungen zur Begrenzung des Pflegebudgets sowie zur Rückführung der Pflegepersonalkosten in pauschalierende Finanzierungssysteme stellen aus Sicht des Verbandes ein erhebliches Risiko für die pflegerische Versorgung in Deutschland dar. Pflege ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Sie sichert nicht nur die kontinuierliche Betreuung von Patientinnen und Patienten, sondern ist entscheidend für Behandlungserfolge, Sicherheit und Würde im Krankheitsfall. Eine Finanzierung, die sich nicht am tatsächlichen Bedarf orientiert, führt zwangsläufig zu Einschränkungen in der Versorgung.
Qualitätsverlust und Verschlechterung der Versorgung absehbar
Die geplanten Maßnahmen würden unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgungsqualität haben. Pflege kann nicht beliebig verdichtet werden, ohne dass die Qualität leidet. Eine pauschale Budgetbegrenzung würde daher unweigerlich zu einem spürbaren Qualitätsverlust führen. Die Folgen treffen alle besonders diejenigen, die auf eine pflegerische Versorgung angewiesen sind. Werden Ressourcen reduziert, verschlechtert sich ihre Versorgung unmittelbar – mit potenziell gravierenden gesundheitlichen Folgen. Gleichzeitig geraten auch die Pflegefachpersonen weiter unter Druck. Steigende Arbeitsverdichtung und fehlende Entlastung führen zu Überlastung, Frustration und einem erhöhten Risiko, den Beruf zu verlassen. Dies verschärft den bestehenden Fachkräftemangel zusätzlich.
Gefahr für die Weiterentwicklung der Pflege
Darüber hinaus sieht der Katholische Pflegeverband die Gefahr, dass zentrale Entwicklungen der Profession Pflege ausgebremst werden. Notwendige Fortschritte – etwa bei der Erweiterung pflegerischer Kompetenzen, der Übernahme neuer Verantwortungsbereiche oder dem gezielten Aufbau moderner Personalentwicklung – setzen verlässliche Rahmenbedingungen voraus. Diese würden durch die aktuellen Vorschläge erheblich geschwächt.
Der Erste Vorsitzende des Katholischen Pflegeverbandes, Hans-Josef Börsch, erklärt hierzu:
„Wenn Pflege finanziell begrenzt wird, wird am Ende die Versorgung der Menschen begrenzt. Wer heute an der Pflege spart, riskiert morgen eine schlechtere Versorgung, mehr Komplikationen und eine wachsende Belastung für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen. Pflege braucht Verlässlichkeit – keine Sparlogik.“
Pressemeldung DPR 30. März 2026 Nr. 17/2026
Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Positionspapier zur pflegerischen Diagnostik im Rahmen des „Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ (BEEP) veröffentlicht. Das BEEP stellt klar: Pflegefachpersonen können bei entsprechender Qualifikation bestimmte Leistungen nach ärztlicher oder nach pflegerischer Diagnose eigenverantwortlich erbringen. Dies stärkt den Heilberuf Pflege und die Pflege als Profession. Gleichzeitig verbessert es die pflegerische Versorgung, da pflegerisches Handeln somit ausdrücklich auch auf eigenen pflegerischen Diagnosen fußt.
Der Deutsche Pflegerat begrüßt, dass die pflegerische Diagnostik mit dem BEEP erstmals gesetzlich klar aufgegriffen wurde.
„Dass das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege erstmals Leistungen nach pflegerischer Diagnose nennt, ist von großer Bedeutung, betont Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Es wird damit klargestellt: Pflegefachpersonen können bei entsprechender Qualifikation bestimmte Leistungen eigenverantwortlich auf Grundlage pflegerischer Diagnosestellung erbringen. Pflegerisches Handeln ist damit auch das Ergebnis eigener pflegerischer Diagnostik. Das muss jetzt in der Versorgungspraxis ankommen.“
die komplette Pressemeldung hier downloaden
Aktuell bieten wir dazu folgendes ONLINE-Seminar zum Thema: Pflegediagnostik – vom Ob zum Wie: Leistungen begründen, Befugnisse umsetzen“ Dozentin: Dr. Pia Wieteck jeweils von 09.00 - 12.30 Uhr für Sie an:
28. April 2026 Hier geht’s zur Kursanmeldung !
30. Juni 2026 Hier geht’s zur Kursanmeldung !
23. September 2026Hier geht’s zur Kursanmeldung !
12. November 2026 Hier geht’s zur Kursanmeldung !
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Der Katholische Pflegeverband und die Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Bundesverbands Pflegemanagement haben sich hinter die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz gestellt, die aktuell in der Kritik steht.
"Die Kammer ist ein Geschenk für unsere Profession. Sie macht sichtbar, wie wichtig die Arbeit der Pflege ist, und sie stärkt jede einzelne Pflegefachperson", so der Vorsitzende des Katholischen Pflegeverbands (KPV), Hans-Josef Börsch, der als Mitglied der Vertreterversammlung und Vorsitzender des Ausschusses Satzungsrecht selbst in der Pflegekammer aktiv ist.
Lesen Sie die komplette Stellungsnahme hier. Rheinland-Pfalz - Verbände stellen sich hinter Pflegekammer
in Namen des Katholischen Pflegeverbandes e.V. und der Franziskus-Stiftung für Pflege laden wir Sie wieder recht herzlich
zum 3. Ethik-Kongress vom 21. Mai – 22. Mai 2026 in Priesterseminar St. German in Speyer ein.
Der Kongress steht unter dem Leitthema:
„Zu Diensten!? – Pflege zwischen Ethik, Anspruch und Selbstachtung“
Er richtet sich insbesondere an Pflegefachpersonen, Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie an alle, die beruflich oder privat in der Pflege tätig sind.
Am 21. Mai 2026 findet im Rahmen des Kongresses auch unsere Mitgliederversammlung statt, zu der wir Sie herzlich einladen.
Nähere Informationen zum Programmablauf und Anmeldeprocedere finden Sie im Programmflyer!
Anmeldung: Ethik-Kongress 2026 | Franziskus-Stiftung für Pflege
Wir freuen uns Sie begrüßen zu dürfen!
Berlin (25. März 2026, Nr. 15/2026)
Pflege stärken, Versorgung sichern
Deutscher Pflegerat fordert Strategie für Pflegeexzellenz
Gute Pflege entscheidet über die Qualität der Versorgung. Doch Deutschland schöpft dieses Potenzial nicht aus. Der Deutsche Pflegerat (DPR) legt mit dem Expert:innenpapier „Qualitätsentwicklung durch die Förderung von Pflegeexzellenz in Deutschland“ eine fundierte Analyse vor. Die DPR-Fachkommission „Exzellenzentwicklung in der Pflege“ hat es erarbeitet.
„Pflegeexzellenz ist keine Kür, sondern die Basis für Qualität, Versorgungssicherheit und auch Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Wer die Versorgung sichern will, muss die Profession Pflege systematisch stärken und strategisch nutzen“.
Bessere Pflege spart Kosten
Angesichts knapper Mittel braucht das Gesundheitssystem vor allem eines: höhere Versorgungsqualität. Pflegeexzellenz bietet dafür einen evidenzbasierte Handlungsrahmen. Sie erhöht die Ergebnisqualität, bindet Fachpersonal und senkt Folgekosten – etwa durch weniger Komplikationen, weniger Fluktuation und Fehlzeiten und eine ergebnisorientierte Versorgung.
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Katholischer Pflegeverband e.V.
Adolf-Schmetzer-Str. 2-4
93055 Regensburg
Telefon: 0941 6048 77-0
Telefax: 0941 6048 77-9
E-Mail: info@kathpflegeverband.de
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