Katholischer Pflegeverband

Baden-Württemberg

Fachtag „Praxisanleitung“ am 18. Oktober 2021 in Sigmaringen

Weitere Programm- und Anmeldeinformationen finden Sie im Programmflyer: Flyer zum Download

Fachtag "Praxisanleitung“ am 4. Oktober 2021 in Bühl

Weitere Programm- und Anmeldeinformationen finden Sie im Programmflyer: Flyer zum Download

Zum Tod von Inge Moritz

Caritasschwester und langjährige Schulleiterin an der Krankenpflegeschule am Ostalbklinikum Aalen

Schwester Inge Moritz, geboren am 12.6.1928 verstarb nach einem erfüllten Leben am 8.5.2021 in Stuttgart. Wir trauern und sind dankbar, dass wir ihr als Mensch und versierte Pflegepersönlichkeit begegnen durften.

Am Marienhospital in Stuttgart wurde sie zur Krankenschwester ausgebildet. Nach dem Examen war sie in der ambulanten Pflege in Leonberg und im Caritaskrankenhaus in Bad Mergentheim tätig. Sie wurde Caritasschwester und setzte sich schon in jungen Jahren für die Weiterentwicklung der professionellen Pflege ein. In Köln absolvierte sie die Weiterbildung zur Unterrichtsschwester.

Im Jahr 1956 eröffnete der Landkreis Aalen die Krankenpflegeschule. Der damalige Landrat Dr. Anton Huber und Verwaltungsleiter Oskar Fischer vereinbarten mit  der Caritasschwesternschaft der Diözese Rottenburg im Rahmen eines Gestellungsvertrags, Schwester Inge Moritz als erste Schulleiterin zu berufen. Diese Aufgabe und Verantwortung übernahm sie bis zum Eintritt ins Rentenalter im Jahr 1988.

Durch ihre Berufswahl als Krankenschwester und Unterrichtsschwester und die Zugehörigkeit zur Caritasgemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe, setzte sie sich für die christlichen Grundwerte ein und lebte aus dem Geist der Caritas.

Im Leitbild der Caritasgemeinschaft heißt es:
Für das Profil der Caritasgemeinschaft sind vier Basiselemente wichtig und notwendig:
Spiritualität, berufliche Kompetenz, berufliche Vertretung in der Öffentlichkeit und Leben von Gemeinschaft. Sie sind aufeinander bezogen, voneinander durchdrungen und dürfen nicht isoliert gesehen werden.

Schwester Inge Moritz hat in ihrem Wirken und Handeln diese Basiselemente beispielhaft und gleichwertig miteinander verbunden und gelebt. Sie gestaltete ihr Leben aus dem Glauben. Vom christlichen Geist ließ sie sich leiten, und schöpfte daraus Kraft für ihr unermüdliches Engagement in der Pflegeausbildung.
Das Charisma von Schwester Inge war die Gabe, Menschen in ihrem Gewordensein anzunehmen und Wegbegleiterin zu sein.

Schwester Inge Moritz war eine christlich geprägte und fachlich versierte Pflegepersönlichkeit und vermittelte den Auszubildenden ein tragendes Fundament für den Berufsweg. Sie war Leitbild und Vorbild. Ihre pädagogische Kompetenz befähigte die Absolventen der Ausbildung zur Gestaltung einer professionellen Pflegebeziehung auf der Basis eines fundierten Expertenwissens. Viele ehemalige Auszubildende übernahmen Leitungsaufgaben am Krankenhaus in Aalen und an anderen Kliniken sind sie Repräsentanten für die Qualität der Aalener Schule.
Ihr gleichbleibend hohes Engagement galt der christlichen Prägung von Pflege-persönlichkeiten, der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung und den Rahmen-bedingungen für Pflege.
Sie wirkte in den Gremien der Caritasgemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe aktiv mit und gewann viele Berufsanfänger als Mitglieder in der Caritasgemeinschaft.

Inge Moritz war der einzelne Mensch wichtig. Sie pflegte über Jahre persönliche Kontakte, nahm Anteil an den jeweiligen Berufs- und Lebenswegen und bot Beratung und Begleitung an.

Im Ruhestand übernahm sie im Auftrag des Caritasverbandes der Diözese Essen das Projekt Aufbau einer Krankenpflegeschule in Temeschwar in Rumänien und engagierte sich über 3 Jahre vor Ort.

Im Namen der Caritasschwestern sagen wir Danke, für das gelebte Zeugnis, die vielen Stunden ihrer Lebenszeit, die sie im Dienste des Menschen zugebracht hat und die wertvollen zwischenmenschlichen Begegnungen.

Schwester Inge Moritz prägte und entwickelte über Generationen Pflegepersönlichkeiten, die heute christliche Werte und Fachkompetenz beeindruckend umsetzen und in den Dienst von Menschen stellen.

Wir erinnern uns dankbar an gute menschliche und prägende Begegnungen in der Caritasgemeinschaft und im beruflichen Feld. Durch ihr Lebenswerk hat sie Spuren hinterlassen, die wir mit Wertschätzung und Dankbarkeit in Erinnerung behalten.

Für die Caritasgemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe
Maria Kurz Generaloberin a.D.
Siglinde Wolfgang Diözesanleiterin a.D.

„unter Haushaltsvorbehalt“

So steht es im Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg mit dem Titel „ Jetzt für Morgen“.

Im Vorwort zum Themenblock: NAH AM MENSCHEN: FÜR EIN GESUNDES UND SELBSTBESTIMMTES LEBEN kommt die Wortwahl „unter Haushaltsvorbehalt“ relativ versteckt im letzten Absatz vor.
Es wird Hoffnung gestreut, wenn Geld da ist, können auch in Stufen die gesteckten Ziele verwirklicht werden. Gleichzeitig sind Ordnungspolitische und nicht finanzrelevanten Maßnahmen nicht davon betroffen. Was heißt das?

Es wird Wert gelegt auf einen weiteren Ausbau der Ausbildungsplätze in der Pflege - Gut so. Koordinationsstellen für Praxiseinsätze werden gefördert – lasst die Stadt- und Landkreise damit nicht im finanziellen Regen stehen. Eine einjährige generalistische Ausbildung steht im Fokus, aber wird den weiteren Verfall der Pflege nicht aufhalten können. Die Akademisierung soll ebenso gefördert werden um mehr Verantwortung in der Pflege zu erhalten. Setzt konsequent und sofort den § 63 Abs. 3c SGB V um und beendet die Modellversuche. Pumpt Geld in die Pflegehochschulen, dort ist es gut angelegt für unsere Zukunft. Im Ausland erworbene Abschlüsse in der Pflege sollen schneller anerkannt werden – diese Aktion verhindert nicht das Ausbluten der Branche. Eine konzertierte Aktion für Fachkräfte soll unter Beteiligten Akteuren ins Leben gerufen werden – Eine ähnliche Aktion scheiterte kläglich auf Bundesebene.

Betreuungskräfte sollen verlässliche Standards erhalten – gut für unsere Bewohner in den Pflegeheimen. Ein Fair-Care Siegel soll gute Arbeitsbedingungen in der häuslichen Versorgung auszeichnen. Welche Maßnahmen haben denn eine Chance um das Fair-Care-Siegel annähernd zu erreichen. Ohne die jetzt schon tätigen osteuropäischen Kräfte in den Privathaushalten wäre die Versorgung schon lange zusammengebrochen.

Und: „Wir werden uns in der 17. Legislaturperiode mit Nachdruck
dafür einsetzen, mit der Einführung der Pflegekammer die
Selbstverwaltung der Pflegekräfte und das Berufsbild insgesamt zu stärken.“
Im Bericht der Pflege-Enquete-Kommission aus der letzten Legislatur-Periode sind umfangreiche Verbesserungen geschrieben worden, u.a. auch die Einrichtung einer Pflegekammer. Warum eine erneute Befragung bei den beruflich Pflegenden, die seit 1,5 Jahren am Rand ihrer Kräfte arbeiten und mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade keine Kraft für eine flächendeckende Befragung mehr haben. Herr Minister Lucha will ja auch keine erneute Befragung. Das Gesetz liegt in der Schublade!

Daneben steht: „Gleichzeitig werden wir das Recht der Beschäftigten zur
selbstbestimmten gewerkschaftlichen Interessenvertretung unterstützen, um gute Tarifverträge zu ermöglichen.“ Berufsverbände und Gewerkschaften haben jetzt schon Vorstellungen wie hoch Einstiegsgehälter sein sollten. Wir sollten gemeinsam diese Vorstellungen durchsetzen.

All dies steht im Vertrag – aber immer unter Haushaltsvorbehalt!

Ja, Klima, Digitalisierung, Nahverkehr, Familie, Wohnen sind wichtige Dreh- und Angelpunkte in einem fortschrittlichen Land – aber auch hier „unter Haushaltsvorbehalt“! 

Der Landespflegerat Baden-Württemberg hat diese Petition gestartet

Nachdem wir letztes Jahr auf dem Weg zur Pflegekammer in Ba-Wü ausgebremst wurden, möchte der Landespflegerat einen erneuten Anlauf unternehmen, um den Politikern den Willen der Pflegefachkräfte im Land in dieser Petition kundzutun.

Diese Petition wird den verantwortlichen Politikern im Land überreicht.

Bitte unterzeichnet die Petition!

Schickt diesen Link auch weiter in euren Pflegenetzwerken - nur wenn viele unterzeichnen ist es ein deutliches Zeichen!

https://www.openpetition.de/petition/online/jetzt-landespflegekammer-baden-wuerttemberg

Der Landespflegerat mit seinem angeschlossenen Verbänden werden wieder für eine Kammer kämpfen.

 

Zur Verfügung gestellt mit freundlicher Unterstützung von Hr. Olbricht (Vorsitzender Langesgruppe Baden-Württemberg)

Plattform mit Informationen über die Pflegekammer Baden-Württemberg (2)

www.infokampagne-pflegekammer-baden-württemberg.de

Dies ist eine Plattform um sich über die Pflegekammer in Baden-Württemberg informieren zu können.

Landespflegerat Baden-Württemberg Resolution

Landespflegerat Baden-Württemberg RESOLUTION

 Abschlussbericht der Enquetekommission zum Download

Auftaktveranstaltung: „Informationen zur Gründung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg“ am 28.7.2020 in Stuttgart-Hospitalhof

Bericht von der
Auftaktveranstaltung: „Informationen zur Gründung einer Pflegekammer in Baden-Württemberg“
am 28.7.2020 in Stuttgart-Hospitalhof

Nach der Begrüßung durch die Sprecherin des Beirates Frau Kiefer und einer eingehenden Einweisung in die Hygienemaßnahmen im Hospitalhof eröffnete Fr. Mielich, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration, die Veranstaltung und betonte den Sinn einer Pflegekammer. Breite Informationen über das Wesen einer Pflegekammer sind wichtig. Es sollen in diesen Veranstaltungen über die Kompetenzen und die Grenzen einer Pflegekammer informiert und diskutiert werden. In den Infoveranstaltungen sollen Befürworter wie auch Kritiker zu Worte kommen.
„Wer soll uns denn unseren Beruf aufbauen, wenn wir es nicht selbst tun! Wir haben gar kein Recht zu verlangen, dass andere das tun“ so lautet das Zitat von Agnes Karll und ist schon über 120 Jahre alt – aber immer noch aktuell, dies meinte Frau Mielich.
Die Erfahrung aus der Pandemie zeigte, daß Pflege eine Systemrelevante Berufsgruppe ist, aber keine Lobby hat!
Der Koalitionsvertrag wurde und wird umgesetzt. Die 5. Pflegekammer in Deutschland gibt es dann in Baden-Württemberg.
Durch das Anhörungsverfahren und das Beteiligungsportal wurde Transparenz geschaffen.
Auch stellte Sie den neuen Zeitplan vor:
Nach der Sommerpause soll der geänderte Gesetzesentwurf ins Kabinett, daran anschließend gibt es noch eine 2 wöchige Anhörungsphase. Bis zum Jahresende soll das neue Heilberufekammergesetz verabschiedet werden. Der Gründungsausschuß soll zum 1.4.2021 gegründet und leitet die weiteren Schritte ein, um dann die Pflegekammer zu gründen.

Frau Kiefer informierte in der ersten Präsentation über das Wesen der Pflegekammer auf Grundlage des jetzigen Wissens- und Gesetzesstandes. Sie stellte den weiteren Gesetzesweg dar. Sie erläuterte auch die geplanten Veranstaltungen und Aktivitäten der AG Öffentlichkeitsarbeit. Neue Medienwege und die bekannten Informationswege wird es geben, aber die zukünftige Entwicklung der Pandemie wird eine Anpassung der Informationswege evtl. nötig machen.

Die anschließende Austauschrunde wurde von Ernst Olbricht, stellvertretender Sprecher des Beirats, moderiert. Viele Fragen wurden aufgeworfen, konnten von Fr. Kiefer, teilweise auch vom anwesenden SPD-Landtagsabgeordneten Herr Kenner beantwortet werden. Anregungen von den Teilnehmern wurden aufgenommen um in die zukünftige Arbeit des Beirats einzufließen.
Es zeigte sich, daß eine grundlegende Information über die Pflegekammer notwendig ist, um die Akzeptanz unter den Pflegefachkräften zu heben.

Ernst Olbricht
Vorsitzender
Landesgruppe Baden-Württemberg
Kath. Pflegeverband e.V .

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