
Regensburg, 31. März 2026
Warnung vor Qualitätsverlusten:
Geplante Eingriffe in die Pflegefinanzierung gefährden die Versorgung der Bevölkerung
Der Katholische Pflegeverband Deutschland e. V. warnt eindringlich vor den möglichen Folgen der aktuell diskutierten Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit. Insbesondere die Überlegungen zur Begrenzung des Pflegebudgets sowie zur Rückführung der Pflegepersonalkosten in pauschalierende Finanzierungssysteme stellen aus Sicht des Verbandes ein erhebliches Risiko für die pflegerische Versorgung in Deutschland dar. Pflege ist ein zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Sie sichert nicht nur die kontinuierliche Betreuung von Patientinnen und Patienten, sondern ist entscheidend für Behandlungserfolge, Sicherheit und Würde im Krankheitsfall. Eine Finanzierung, die sich nicht am tatsächlichen Bedarf orientiert, führt zwangsläufig zu Einschränkungen in der Versorgung.
Qualitätsverlust und Verschlechterung der Versorgung absehbar
Die geplanten Maßnahmen würden unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgungsqualität haben. Pflege kann nicht beliebig verdichtet werden, ohne dass die Qualität leidet. Eine pauschale Budgetbegrenzung würde daher unweigerlich zu einem spürbaren Qualitätsverlust führen. Die Folgen treffen alle besonders diejenigen, die auf eine pflegerische Versorgung angewiesen sind. Werden Ressourcen reduziert, verschlechtert sich ihre Versorgung unmittelbar – mit potenziell gravierenden gesundheitlichen Folgen. Gleichzeitig geraten auch die Pflegefachpersonen weiter unter Druck. Steigende Arbeitsverdichtung und fehlende Entlastung führen zu Überlastung, Frustration und einem erhöhten Risiko, den Beruf zu verlassen. Dies verschärft den bestehenden Fachkräftemangel zusätzlich.
Gefahr für die Weiterentwicklung der Pflege
Darüber hinaus sieht der Katholische Pflegeverband die Gefahr, dass zentrale Entwicklungen der Profession Pflege ausgebremst werden. Notwendige Fortschritte – etwa bei der Erweiterung pflegerischer Kompetenzen, der Übernahme neuer Verantwortungsbereiche oder dem gezielten Aufbau moderner Personalentwicklung – setzen verlässliche Rahmenbedingungen voraus. Diese würden durch die aktuellen Vorschläge erheblich geschwächt.
Der Erste Vorsitzende des Katholischen Pflegeverbandes, Hans-Josef Börsch, erklärt hierzu:
„Wenn Pflege finanziell begrenzt wird, wird am Ende die Versorgung der Menschen begrenzt. Wer heute an der Pflege spart, riskiert morgen eine schlechtere Versorgung, mehr Komplikationen und eine wachsende Belastung für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen. Pflege braucht Verlässlichkeit – keine Sparlogik.“
Katholischer Pflegeverband e.V.
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