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03.02.2012

Trierer „Tag der Pflege“ macht jungen Leuten Mut: Pflegeschüler sind Gewinner!

Der Tag der Pflege am 25. Oktober 2011 in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Trierer Europahalle zeigte besonders den vielen anwesenden Pflegeschülern, aber auch den langjährigen Pflegepraktikern interessante Blicke auf die Zukunft und die Herausforderungen ihres Berufs: Die angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtigere Pflegeprävention oder die Nutzung des durchlässigeren Bildungssystems sind neue Handlungsfelder. Um sie gestalten zu können, müssen die Pflegewissenschaft und die Praxis gleichermaßen Impulse geben. Einer der Referenten des Tages, Professor Wolfgang Heffels, Prorektor der Katholischen Hochschule Köln, ermutigte vor allem die jungen Pflegeschüler.

Sie seien die ersten, die nach ihrer Ausbildung von den neu etablierten Studiengängen und Weiterbildungsangeboten profitieren können: „Sie sind die Gewinner“, meinte Professor Heffels. Trotz teilweise widriger Rahmenbedingungen biete Pflege sehr viele Möglichkeiten und einen neuen „Qualifikationsmix“ –vom Pflegehelfer bis hin zum Master oder dem habilitierten Wissenschaftler. Grundlegend sei jedoch die Persönlichkeitsbildung: „Pflege bleibt ein toller Beruf mit Herzensbildung!“, so Heffels. Zuvor hatte er in seinem Vortrag Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe bezeichnet und gefordert, Pflege zur Allgemeinbildung zu erklären: „Warum soll Pflege kein Schulfachsein?“, fragte er provokant. Für den Veranstalter, den Diözesan-Caritasverband Trier, hatte Direktorin Dr. Birgit Kugel den Tag eröffnet. Ziel aller Entwicklungen in Pflegewissenschaft und Praxis sei es, so Dr. Kugel, das solidarische Gesundheitssystem zukunftsfest zu machen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in Deutschland, des technischen Fortschritts und der Entwicklung neuer Versorgungsmöglichkeiten für alte und kranke Menschen gelte es, grundlegende Fragen zu beantworten, zum Beispiel, wie neue Formen der Arbeitsteilung zwischen Pflege, Medizin und Service gestaltet werden können. Vertreter der mit veranstaltenden RBS Seniorenakademie und Fortbildungsinstitut Luxemburg und des Katholischen Pflegeverbandes sprachen Grußworte. Die Tagung war gleichermaßen geprägt von wissenschaftlichen Vorträgen und Berichten aus der Praxis. Als einen Schlüssel für neue Handlungsfelder stellte beispielsweise Cora van der Kooij, Pflegehistorikerin aus den Niederlanden und Begründerin des mäeutischen Pflegekonzeptes ihren Ansatz von Biografiearbeit mit alten und demenzkranken Menschen vor. Sie berichtete über alte Menschen, deren für Außenstehende oft merkwürdiges Verhalten sich erst aus ihrer individuellen Biografie heraus entschlüsseln, verstehen und akzeptieren lässt. Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK und Vizepräsident des Deutschen Pflegerates (DPR) konnte unter dem Fokus der derzeitigen politischen Entwicklungen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) aktuell und in ihrer Vernetztheit darstellen. Anke Hartmann, Pflegeexpertin für brustkrebserkrankte Frauen an der Universitätsklinik Freiburg und Dr. Franz Lorenz, Referent des Diözesancaritasver-bandes Trier und Geschäftsführer des Katholischen Pflegeverbandes, beschrieben neue Handlungsfelder in der Pflege unter dem Aspekt: Was bringt Wissenschaft für die Praxis und wie kann Wissenschaft in der Praxis am Beispiel einer Breast Care Nurse zum Nutzen für Patientinnen umgesetzt werden?

Dr. Franz Lorenz