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06.09.2015

Maria Ziegenfuß erhielt Sächsischen Verdienstorden

Herzlichen Glückwunsch!!!

Am 26. Juni 2015 erhielt Frau Maria Ziegenfuß, Mitglied des Vorstandes der Landesgruppe Mitte- Ost, aus den Händen von Ministerpräsident Stanislaw Tillich, den Sächsischen Verdienstorden.

 

Den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit betrachten, Schmerzen lindern und das Sterben in Würde gestalten. Das ist das Anliegen der Ärztin, die von 1996 bis 2011 als Referentin für Hospiz beim Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen und lange Zeit auch für die Caritasgemeinschaft der Diözese Dresden-Meissen, tätig war. Sie ist ausserdem Seniorenbeauftragte für die Landesgruppe Mitte-Ost und Mitglied des Landesvorstandes seit 2015.


Angefangen hatte alles bereits vor 1989. Damals haben sich besonders kirchliche Gruppen darum bemüht zu vermitteln, dass der Mensch „mehr“ als seine Krankheit ist, dass er sein Leben auch dann noch bewältigen und gestalten muss, wenn er „austherapiert“ ist. Geboren war die Idee, den unheilbar Kranken auch in den letzten Tagen seines Lebens zu begleiten – ein Anliegen, das bei Medizinern und Krankenhäusern zunächst auf Skepsis stieß. Aber: „Der Mensch ist Mensch bis zuletzt, mit seiner Freude, seinen Sorgen, seinen Ängsten – und er hat das Recht, sein Leben in Würde zu beenden“, ist Maria Ziegenfuß überzeugt.


Die Beharrlichkeit hatte Erfolg. Langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass es nicht nur eine gute Schmerztherapie für Schwerstkranke und Sterbende geben muss, sondern auch Menschen, die sie begleiten. Maria Ziegenfuß war beim Aufbau der ambulanten Hospizdienst in Sachsen behilflich, arbeitete intensiv in der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz mit, um die Aktivitäten zu koordinieren. Im Mittelpunkt aber stand immer der Mensch. „Mit Angehörigen wollen Sterbende oft nicht sprechen über ihren Tod, weil sie sie nicht belasten wollen“, weiß Frau Ziegenfuß aus ihrer langjährigen Praxis. Da braucht es engagierte Helfer, die bereit sind, Sterbende und Schwerstkranke zu begleiten.


Maria Ziegenfuß hat sich auch ehrenamtlich eingesetzt – zum Beispiel in der Trauerbegleitung für Eltern von verstorbenen Kindern mit einem Gewicht von unter 500 Gramm. Nach dem damaligen Sächsischen Bestattungsgesetz mussten die frühtoten Kinder zwar von den Kliniken beisetzt werden, aber das konnte ohne die Eltern geschehen. Der Initiative von Frau Ziegenfuß und anderen ist zu verdanken, dass sich der Verein „Sternenkinder“ gründete, der regelmäßig Bestattungsfeiern für früh verstorbene Kinder anbietet. Auf dem Neuen Katholischen Friedhof entstand in Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirchhofstiftung die „Wiese der Sternenkinder“. „Es ist wichtig, dass die Eltern einen Ort der Trauer finden, den sie immer wieder aufsuchen können“, sagt Maria Ziegenfuß.


Der Katholische Pflegeverband e.V. gratuliert Frau Ziegenfuß zu dieser hohen Auszeichnung!