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Fachschule für Altenpflege Donaueschingen

12.08.2011

Für eine zukunftsweisende Reform der Pflegeausbildungen in Deutschland

Der Deutsche Caritasverband, das Diakonische Werk der EKD und die konfessionellen Bundesverbände der Altenhilfe und Krankenhäuser machen in einem gemeinsamen Papier die Notwendigkeit einer grundlegenden Neukonzeption von Berufs- und Bildungswegen der Pflege und Assistenz deutlich. Sie fordern für diese Fachkräfte eine bundesgesetzlich verankerte generalistische Ausbildung mit einheitlichem Abschluss. Angesichts des wachsenden Aufgabenspektrums und des Fachkräftemangels sei es erforderlich, dass die Berufsfelder des Gesundheits- und Pflegearbeitsmarktes für den Nachwuchs attraktiver werden. Die Bildungswege müssten sich in einem umfassenden Sinn stärker an den Erfordernissen von Arbeitsfeldern orientieren, in denen Menschen der Pflege, Begleitung oder Assistenz bedürfen. Allen Ausbildungsabsolventen müsse künftig ein direkter beruflicher Einstieg in diese Tätigkeitsfelder ermöglicht werden.

Die vorhandenen Bildungswege der Aus-, Fort- und Weiterbildung müssen laut der Empfehlung als aufeinander bezogenes Bildungskonzept im Sinne des lebenslangen Lernens weiterentwickelt und Durchlässigkeit zum Hochschulbereich erreicht werden. Parallel sei eine grundständige akademische Qualifizierung in Form eines dualen Studiums vorzusehen. Die Ausbildung solle auf eine stabile Finanzierungsstruktur gegründet werden, die den ausbildenden Trägern Raum für Ausgestaltung und Entwicklung der Ausbildungsqualität lässt. Die Verbände fordern eine auskömmliche und wettbewerbsneutrale Refinanzierung der Ausbildungskosten. Nach Ansicht der Verbände können hierfür die bewährten Strukturen des Krankenhausfinanzierungsgesetzes
(§ 17 a KHG) als Orientierung dienen.

Bereits im vergangenen Jahr haben sich die konfessionellen Bundesverbände der Altenhilfe und Krankenhäuser zusammen mit Caritas und Diakonie in einem gemeinsamen  Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Pflegeausbildung in die Debatte über einen neuen Pflegeberuf eingebracht. In den nun vorliegenden gemeinsamen Empfehlungen werden die Forderungen des Eckpunktepapiers weiter vertieft und konkretisiert. Kontakt: Stefan Herceg, Abteilung Soziales und Gesundheit, Telefon: 0761/200-574, E-Mail: stefan.herceg@caritas.de