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08.03.2017

Presse DPR: Expertenkommission „Pflegepersonal im Kranken- haus“ erfolgreich abgeschlossen

Berlin (7. März 2017, Nr. 10/2017)

Deutscher Pflegerat begrüßt die Ergebnisse

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat heute (7. März 2017) gemeinsam

mit den Vertreterinnen und Vertretern der Koalitionsfraktionen und der Länder die

Schlussfolgerungen aus den Beratungen der von ihm 2015 einberufenen Experten-

kommission „Pflegepersonal im Krankenhaus" vorgelegt. Der Deutsche Pflegerat e. V. (DPR) war Mitglied der Kommission.

Zu den Ergebnissen der Expertenkommission äußerte sich heute der Präsident des

Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), Andreas Westerfellhaus:

„Der Deutsche Pflegerat begrüßt die heutige Einigung von Bund und Ländern über

Maßnahmen für mehr Pflegepersonal im Krankenhaus. In vielen entscheidenden

Punkten entspricht dies den Forderungen des DPR und zeigt wichtige Wege für eine

bessere Personalausstattung in der Pflege und deren zielgerichteter Finanzierung auf.

Ein erster erfolgreicher Schritt für mehr Personal ist die geplante Bündelung der För-

dermittel für die Pflege in einem Topf. Das erhöht die Transparenz und lässt eine ver-

besserte Personalausstattung für die Pflege zu. Der bereits bestehende Pflegezu-

schlag soll um die Mittel des Pflegestellen-Förderprogramms ergänzt werden und da-

mit von bisher 500 Millionen Euro auf 830 Millionen Euro pro Jahr anwachsen.

Mit der Zuordnung der Fördermittel unter anderem über die Pflegegrade der Patien-

tinnen und Patienten folgt die Expertenkommission einem Vorschlag des Deutschen

Pflegerats. Das neue vereinfachte Verfahren sorgt für Entlastung und einen zielge-

richteten Abruf der Mittel.

Der Deutsche Pflegerat begrüßt weiter, dass über Personalmindestvorgaben im Be-

reich der Pflege ein Beitrag zur Versorgungsqualität geleistet werden soll. Ein ent-

sprechender Pflegestellenaufbau zur Absicherung dieser Untergrenze soll finanziell

gefördert werden. Die Ausgestaltung dieser Vorgaben bedarf einer intensiven Diskussion, an der der DPR als Dachverband der Pflegeberufsorganisationen weiter mitwirkt. Zu achten ist insbesondere darauf, dass es nicht zu Personalverschiebungen von einem Bereich hin zu anderen Bereichen kommt.

Vor diesem Hintergrund ist eine Verwendungsfestschreibung der Mittel für die Pflege

und eine entsprechende Kontrolle unverzichtbar. Aus Sicht des Deutschen Pflegerats

ist es erforderlich, Mindestbesetzungen im Bereich der Pflege für alle Krankenhaus-

bereiche festzulegen, die zugleich die notwendige personelle Flexibilität der Krankenhäuser gewährleistet.

Vertreten war der Deutsche Pflegerat in der Expertenkommission durch Dr. Patrick Jahn, Wissenschaftlicher Leiter der DPR-Fachkommission DRG.

Ansprechpartner:

Andreas Westerfellhaus

Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303

Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de

Internet: www.deutscher-pflegerat.de

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