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04.03.2017

Presse DPR: Das Pflegeberufereformgesetz ist für die professionell Pflegenden das wichtigste Gesetz der Legislaturperiode

Berlin (3. März 2017, Nr. 09/2017)

Deutscher Pflegerat fordert eine kluge Entscheidung des Koalitionsausschusses

In der nächsten Woche trifft sich der Koalitionsausschuss der Bundesregierung. Eines der Themen soll der weitere Umgang mit dem Pflegeberufereformgesetz sein. Das Gesetz wird seit rund einem Jahr im Deutschen Bundestag von einigen Abgeordneten der CDU/CSU blockiert.

 

Hierzu äußerte sich heute der Präsident des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR), An-dreas Westerfellhaus, in Berlin:

„Die professionelle Pflege in Deutschland benötigt eine positive Entscheidung zum Pflegeberufereformgesetz, sonst fällt sie in ihrer qualitativen Entwicklung unweiger-lich zurück.

Ohne das Pflegeberufereformgesetz fehlt den enormen Anstrengungen der Bundes-

regierung zur Pflegepolitik in dieser Legislaturperiode der entscheidende Baustein,

der alles zusammenhält. Die größte Reform der Pflegeversicherung würde damit als

die Unvollendete in die Geschichtsbücher einziehen.

Das Pflegeberufereformgesetz ist seit über zehn Jahren ausdiskutiert, ist in zahlrei-chen Modellvorhaben erprobt und gilt als einer der wesentlichsten Hebel, um dieprofessionelle Pflege in Deutschland zukunftssicher zu machen und die Pflegequalität zu sichern. Das Gesetz ist einer der wichtigsten Schlüssel zur Abmilderung des Fachkräftemangels in der Pflege.

Sollten wir jetzt diesen Schlüssel nicht nutzen, dann bleibt die Tür für die dringend

gebotene Verbesserung der Ausbildung sowie der Arbeitsbedingungen für lange Zeit

zu. Das für die professionell Pflegenden wichtigste Gesetz der Legislaturperiode wäre

damit gescheitert.

 

In der Folge würde sich der Fachkraftmangel, dessen Spitze des Eisbergs wir im Mo-ment nur sehen, weiter verschärfen. Wir müssen jetzt mit dem Pflegeberufereform-gesetz gegensteuern. Sonst kann bereits 2030 nicht mehr sichergestellt werden, dass qualitativ hochwertige Pflegeleistungen überall in Deutschland geleistet werden können.

Wir benötigen bestmöglich ausgebildete Pflegefachpersonen, die wissenschaftlich

auf dem neuesten Stand stehen und deren Fachkenntnisse sich nicht an Altersgrup-

pen oder Versorgungssettings festmachen. Das kann das Pflegeberufereformgesetz sicherstellen. Profitieren wird davon vor allem die Altenpflege.

Der Deutsche Pflegerat appelliert an die Bundesregierung, an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages einschließlich der Opposition, das Pflegeberufereformgesetz schnell und ohne faule Kompromisse in den Ausschüssen abschließend zu behandeln und unverzüglich im Deutschen Bundestag zu beschließen. Sie alle stehen in der Verantwortung, wenn es um die heutigen und künftigen Fachkräfte in der Pflege und die Gewährleistung einer hohen Patientensicherheit geht.“

Ansprechpartner:

Andreas Westerfellhaus

Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303

Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de

Internet: www.deutscher-pflegerat.de

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