Katholischer Pflegeverband e.V.


Wir stärken Ihnen den Rücken

Katholischer Pflegeverband e.V.

Adolf-Schmetzer-Str. 2-4

93055 Regensburg

Germany

Telefon: 0941 6048 77-0

Telefax: 0941 6048 77-9

E-Mail: info@kathpflegeverband.de

Werden Sie Mitglied!

zum Anmeldeformular …

Fortbildungen 2017

zum Programm

 

 

 

www.kap-regensburg.de
Fachschule für Altenpflege Donaueschingen

06.04.2017

Presse DPR: Bundeskabinett geht mit Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen den richtigen Weg

Deutscher Pflegerat begrüßt die schnelle Umsetzung der Ergebnisse der Experten-

kommission „Pflegepersonal im Krankenhaus“

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch (5. April 2017) die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen, in denen dies aus Gründen der Patientensicherheit besonders notwendig ist, beschlossen.

Zum Kabinettsbeschluss erklärt der Präsident des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR)

Andreas Westerfellhaus:

„Das Bundeskabinett setzt die Ergebnisse der Expertenkommission „Pflegepersonal

im Krankenhaus“ zügig um. Das ist richtig und wichtig. Dabei ist der Deutsche Pflegerat beim fachlichen Austausch zur Vereinbarung der Pflegepersonaluntergrenzen mit eingebunden. Das sichert zu recht die Interessen der professionell Pflegenden am Vereinbarungsergebnis.

Der DPR wird dabei besonders darauf achten, dass es nicht zu Personalverschiebun-

gen von einem Bereich hin zu anderen Bereichen kommt. Die professionell Pflegen-

den im Krankenhaus benötigen mehr Kolleginnen und Kollegen. Rund 50.000 Mitar-

beiterinnen und Mitarbeiter in der Krankenhauspflege fehlen bereits heute.

Mit der Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhausbereichen, in denen es für die Patientensicherheit besonders notwendig ist, kann ein Beitrag zur Sicherung und zum Ausbau der Versorgungsqualität geleistet werden. Der DPR begrüßt es, dass der entsprechende Pflegestellenaufbau zur Absicherung dieser Untergrenze finanziell gefördert werden soll.

Unverzichtbar ist, dass eine Verwendungsfestschreibung der Mittel für die Pflege er-

folgt und die Einhaltung der Personaluntergrenzen nachweislich geprüft und mit verbindlichen Vergütungsabschlägen bei Nichterfüllung sanktioniert wird. Darüber hinaus ist es aus Sicht des DPR erforderlich, über die jetzt vorgesehene Lösung hinaus Mindestbesetzungen im Bereich der Pflege für alle Krankenhausbereiche festzulegen.

Bei allen Maßnahmen muss jedoch die notwendige personelle Flexibilität der Kran-

kenhäuser gewährleistet bleiben.

Ein weiterer erfolgreicher Schritt für mehr Personal ist die geplante Bündelung der

Fördermittel für die Pflege in einem Topf. Das erhöht die Transparenz und lässt eine

verbesserte Personalausstattung für die Pflege zu. Der bereits bestehende Pflegezu-

schlag soll um die Mittel des Pflegestellen-Förderprogramms ergänzt werden und da-

mit ab 2019 von bisher 500 Millionen Euro auf bis zu 830 Millionen Euro pro Jahr anwachsen. Die Zuordnung der Fördermittel muss unter anderem über die Pflegegrade der Patientinnen und Patienten erfolgen. Das entlastet die Krankenhäuser und sorgt für einen zielgerichteten Abruf der Mittel.

Unabhängig des jetzigen Kabinettsbeschlusses benötigen wir wissenschaftlich fun-

dierte, unabhängige Personalbemessungsregelungen, deren Ergebnis auch für die

Krankenhausfinanzierung verbindlich gelten. Das für die professionell Pflegenden zur

Verfügung stehende Geld muss auch bei diesen ankommen.“

Ansprechpartner:

Andreas Westerfellhaus

Präsident des Deutschen Pflegerats

Deutscher Pflegerat e.V. (DPR)

Bundesarbeitsgemeinschaft Pflege- und Hebammenwesen

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin

Telefon: (0 30) 398 77 303

Telefax: (0 30) 398 77 304

E-Mail: presse@deutscher-pflegerat.de

Internet: www.deutscher-pflegerat.de

Downloads:

Pressemeldung (94 KB)