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Fachschule für Altenpflege Donaueschingen

07.12.2017

Heterogenität pflegerischer Fort- und Weiterbildungen erschwert Überblick und Orientierung

Deutscher Bildungsrat für Pflegeberufe legt Studienergebnisse vor

Während die Ausbildung in den Pflegeberufen bundeseinheitlich geregelt ist, 

imponiert der Bereich der pflegerischen Fort- und Weiterbildungen durch 

Heterogenität und Vielfalt. Landes- und privatrechtliche Regelungen sowie 

sozialrechtlich verankerte Vorgaben erschweren zunehmend den Überblick für 

professionell Pflegende, für  Einrichtungsträger und gleichermaßen für die zu 

pflegenden Menschen und ihre Angehörigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine 

Studie, die das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) in 

Köln im Auftrag des Deutschen Bildungsrates für Pflegeberufe (DBR) 

durchgeführt hat und die heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie 

analysiert pflegerische Fort- und Weiterbildungsangebote und entwirft eine 

erste domänenspezifische Systematik für die Erfassung, Bewertung und 

Standardisierung von Bildungsangeboten zur Professionalisierung der 

klinischen Pflegepraxis. 

„Eine professionelle Pflegepraxis in zunehmend komplexeren 

Pflegesituationen und Settings erfordert ein transparentes und 

anschlussfähiges Fort- und Weiterbildungssystem, das vergleichbaren 

und verbindlichen Standards folgt“, ist Gertrud Stöcker, Vorsitzende des 

DBR, überzeugt. Deshalb habe der DBR eine Vorstudie initiiert, die vor allem 

die Ist-Situation von pflegerischen Fort- und Weiterbildungen unterhalb der 

Ebene landesrechtlicher Regelungen analysiere und bewerte, um 

konzeptionelle Grundlagen für eine Systematisierung, Standardisierung und 

Weiterentwicklung der Angebote zu schaffen. „Auch die Reform der 

pflegerischen Erstausbildung ab 2020 muss Konsequenzen für die 

Fort- und Weiterbildung haben“, so Prof. Gertrud Hundenborn, Leiterin der 

Abteilung Pflegebildungsforschung im DIP und Projektleiterin.  „Die 

generalistische Ausrichtung der Ausbildung, die vorbehaltenen 

Tätigkeiten, die Möglichkeiten eines primärqualifizierenden 

Pflegestudiums und von erweiterten Kompetenzen im Bereich 

heilkundlicher Aufgaben müssen die bestehenden Weiterbildungen auf 

den Prüfstand stellen und Angebote zur Anpassung für bereits aus- und weitergebildete Pflegefachpersonen an die künftigen 

Ausbildungsstandards beinhalten,“ führt Gertrud Stöcker weiter aus.  

Überblick und Ordnung in den Angeboten pflegerischen Fort- und 

Weiterbildungen herzustellen, Orientierung zu erleichtern, Vereinheitlichung zu 

fördern und Qualitätsstandards sicherzustellen, mit diesen vorrangigen Zielen 

ist die Bildungsstudie des DBR verbunden, die als Vorstudie  konzipiert den 

Weg eröffnet für eine größer angelegte Hauptstudie, in der auch der 

entwickelte Systematisierungsentwurf erprobt und weiterentwickelt werden 

soll, der erstmals eine umfassende  domänenspezifische Ordnung von 

pflegerischen Fort- und Weiterbildungen ermöglicht. 

Die    Präsentation    ist    abrufbar    unter:    bildungsrat-pflege.de/wp-

content/uploads/2014/10/2017-11.24.-

DBR_DIP_P%C3%A4sentation_Heterogenit%C3%A4t-pflegerischer-Fort-und-

Weiterbildungen.pdf 

 

Berlin, 04. Dezember 2017 

 

gez. Gertrud Stöcker 

Vorsitzende 

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