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08.03.2017

„Die Kirche wäre ärmer, wenn es den Katholischen Pflegeverband nicht gäbe.“

Der Katholische Pflegeverband verleiht die Ehrenmitgliedschaft an Anne Karl-Rott und an Monika Pöhlmann

Prälat Dr. Wolf im Gespräch mit Elisabeth Linseisen und Anna Maria Luger

Der Bundesvorsitzende des Katholischen Pflegeverbandes Herr Rupert Brenninger überreichte die Urkunden an Frau Anne Karl-Rott und an Frau Monika Pöhlmann und dankte ihnen für ihr großes Engagement. (2 Fotos)

Regensburg, 04.03.2017

Zum Festakt in der Katholischen Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen in Regensburg waren Ehrengäste und viele Delegierte des Pflegeberufsverbandes aus ganz Bayern angereist.

Den Festakt eröffnete ein Gottesdienst mit dem langjährigen Geistlichen Berater, Pfarrer Karl-Heinz Fischer und dem Festredner Prälat Dr. Lorenz Wolf aus München. In seiner Predigt führte Pfarrer Fischer die Anwesenden mit dem Thema „Begegnung“ in den Tag ein.

Elisabeth Linseisen, erste Vorsitzende der Landesgruppe Bayern, begrüßte im anschließenden Festakt die Gäste und führte durch den Tag.

Prälat Dr. Lorenz Wolf, Leiter des Katholischen Büros in Bayern, stellte in seiner Festrede die Bedeutung der kirchlichen Verbände für die Kirche in den Mittelpunkt. Prälat Dr. Wolf gab dazu einen prägnanten historischen Überblick sowie eine kirchenrechtliche Standortbestimmung und setzte sich mit der gegenwärtigen Situation der Verbände in Deutschland auseinander. Katholische Verbände wie der Katholische Pflegeverband seien für die Kirche von besonderer Bedeutung. Verbände müssen aber auch „über den Tellerrand hinausschauen“ und „mit anderen kooperieren“, so Prälat Dr. Wolf. „Nicht jedes Ziel sei immer sofort erreichbar, Pflege solle dann nicht aufgeben und hartnäckig bleiben. Pflege müsse eigene Interessen bei politischen Entscheidungsträgern deutlich machen.“ Mit dieser Aussage ermutigte Prälat Dr. Lorenz Wolf auch den Pflegeverband in dem Anliegen um die Errichtung einer Pflegekammer in Bayern. Sein Resümee lautete: „die Kirche wäre ärmer, wenn es den Katholischen Pflegeverband nicht gäbe.“

Der Höhepunkt des Tages war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Frau Anne Karl-Rott und an Frau Monika Pöhlmann durch den Bundesvorsitzenden des Katholischen Berufsverbandes Rupert Brenninger.

Frau Anne Karl-Rott ist seit 35 Jahren Mitglied im Katholischen Pflegeverband. Nach dem Examen in der Krankenpflege absolvierte sie in den folgenden Jahren die Weiterbildungen als Stationsleitung und Pflegedienstleitung. Anschließend lehrte sie an der Katholischen Akademie in Regensburg als Referentin für Pflegemanagement. Anfang der neunziger Jahre war Anne Karl-Rott gleichzeitig 3.Bundesvorsitzende und Bayerische Landesvorsitzende des Pflegeverbandes. Von 1997 bis 2005 agierte sie als Bundesvorsitzende.

Vor wenigen Wochen hat Frau Anne Karl-Rott die Ehrenamtsnadel des Bayerischen Ministerpräsidenten überreicht bekommen. Mit den Worten „Keiner hat diese Ehrung mehr verdient als Du“, schloss Frau Ingrid Bäuml, ehemalige Leiterin der Katholischen Akademie, die sehr persönlich gehaltene Laudatio.

Anne Karl-Rott wiederum bedankte sich für die Auszeichnung mit einigen Anekdoten aus ihrer aktiven Zeit als Bundesvorsitzende. Besonders einprägsam sei dabei ihre Begegnung mit Kardinal Karl Lehmann gewesen, der bei einem Empfang einmal persönlich zu ihr sagte: „Wenn’s einer packt, dann seid es ihr Frauen!“

Frau Monika Pöhlmann ist seit 40 Jahren Mitglied im Katholischen Pflegeverband. 1970 hat sie ihr Krankenpflegeexamen gemacht. Nachdem sie viele Jahre in der Praxis arbeitete, ging sie in die Krankenpflegeausbildung und war als Schulleitung tätig. Ab Ende der 1980er Jahre war sie in Bayern im Vorstand des Pflegeverbandes tätig. 1991 übernahm Frau Monika Pöhlmann die Funktion der 1. Vorsitzenden der Landesgruppe Bayern. Bis 2005 hat sie die Geschicke des Berufsverbandes in Bayern mitgeprägt. 2001 übernahm Frau Pohlmann auf Bundesebene das Amt der Schatzmeisterin, von 2005 bis 2015 war sie als Bundesvorsitzende für den Katholischen Pflegeverband unermüdlich im Einsatz. Die Laudatorin Elisabeth Linseisen dankte Monika Pohlmann für ihr Wirken mit einem „herzlichen Vergelt’s Gott“ und betonte, „dass ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit sich nicht irgendwie vergüten lasse.“

Auch Monika Pöhlmann war sichtlich gerührt von der Auszeichnung und bedankte sich mit ihrem Wahlspruch in Anlehnung an Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Musikalisch wurde die Feier umrahmt von der Pianistin Claudia Gerstmann. Sie beeindruckte die Zuhörer unter anderem mit den drei Sätzen aus dem Italienischen Konzert von Johann Sebastian Bach.



Ulrich Becker-Wirkert

2. Vorsitzender, LG Bayern