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05.11.2018

Die Freiheit nehm´ ich mir

Der 42. Salzburger Pflegekongress war ein voller Erfolg

Pflegekongress 2018

Der Salzburger Landeshauptmann-Stellvertreter und Sozialreferent, Herr Heinrich Schellhorn, eröffnete den Kongress mit den Worten „Neben attraktiven Arbeitsbedingungen ist eine gute Ausbildung ein wesentlicher Eckpfeiler, um qualitätvolle Pflege garantieren zu können.“ Dies gilt nicht nur in Salzburg. Pflege ist eine der größten Herausforderungen und damit auch ein zentrales Zukunftsthema.

Der 42. Salzburger Pflegekongress stand unter dem Motto „ Die Freiheit nehm ich mir – Pflege zwischen Zwängen und Spielräumen“. Schon in der Begrüßung brachte Sozialreferent Schellhorn das Thema auf den Punkt. Pflegekräfte leisten tagtäglich und rund um die Uhr Dienst am Menschen. Er plädierte dafür, an den psychischen und physischen Belastungen anzusetzen, die daraus resultieren. „Mehr Zeit für die Menschen zu haben, ohne ständig auf die Uhr schauen zu müssen, würde zu einer Entlastung für die Pflegekräfte einerseits und zu mehr Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten führen“ ist Schellhorns Überzeugung. Er fordert ein generelles Umdenken gerade in dem Bereich, in dem es um „zwischenmenschliche“ Dienstleistungen geht.

1 ½ Tage lang diskutierten die Teilnehmer über persönliche Spielräume im Kontext ökonomischer Zwänge. Die Referentinnen und Referenten beleuchteten dieses Spannungsfeld aus unterschiedlichen Perspektiven. So löste Frau Professorin Dr. in Regina Radlbeck-Ossmann, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, den scheinbaren Widerspruch der Freiheit der Pflege in einem System voller verbindlicher Vorgaben auf. „Ohne Freiheit droht das System Pflege zur Maschine zu werden und die Pflegenden zu reinen Funktionsträgern zu verkommen“ sagt Radlbeck Ossmann. Wo bestehende Spielräume verantwortlich entdeckt und genutzt werden, bleibt Pflege effektiv und vollzieht sich dennoch als Zuwendung von Mensch zu Mensch.

Frau Dr.in Pfabigan aus Wien beleuchtete die derzeitige Versorgungspraxis des Gesundheits- und Sozialwesens und deren negative Auswirkungen auf professionell Pflegende und pflegebedürftige Personen unter ethischer Perspektive. Aus ihrer Sicht kann eine Veränderung der derzeitigen Situation nur im Zusammenspiel unterschiedlicher gesellschaftlicher Kräfte und Strukturebenen erreicht werden.

Für Prof. in Dr. in Sandra Bensch aus Mainz ermöglichen wertschätzendes Führungsverhalten und die Orientierung an Pflegeergebnissen ein proaktives Einbringen Pflegender zur Verbesserung von Versorgungsprozessen. „Durch die zunehmende Komplexität in der Versorgungspraxis steigt der Anspruch an Pflegende und ihre Fachlichkeit“ sagt Bensch. Sie fordert von der Pflegebildung, dass diese die Lernenden auf gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Pflegepraxis vorbereitet. Dazu braucht es Handlungsspielräume für Pflegefachpersonen, verbunden mit Mitbestimmung, Eigenverantwortung und Selbstverwaltung.

Veranstaltet wurde der 42. Salzburger Pflegekongress von den (Erz-) Diözesen Augsburg, München und Freising, Passau, Regensburg und Salzburg sowie dem Katholischen Pflegeverband in Regensburg. Dessen Geschäftsführerin Irene Hößl wirbt schon jetzt die für den 43. Kongress am 18. und 19. Oktober 2019. Dieser steht unter dem Motto: “Pflege ist doch nicht spirituell … oder?“. Weitere Eindrücke vom Kongress bietet die Homepage www.salzburger-pflegekongress.de.

 

Downloads:

Bild des Pflegekongresses (2.4 MB)