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21.05.2018

Deutscher Pflegerat: Mehr Pflege braucht das Land

DPR begrüßt Vorschläge des Pflegebevollmächtigten

Der DPR begrüßt die Initiative des Pflegebevollmächtigten Westerfellhaus zur Bekämpfung der Personalnot in der Pflege. „Es ist ein erfreuliches Signal in die Berufsgruppe, dass die Bundesregierung  erste konkrete  Schritte  unternehmen  will,  die  Berufsflucht  aus  der  Pflege zu stoppen und in die Berufsangehörigen und ihr Arbeitsumfeld zu investieren,“ sagt Franz Wagner,  Präsident  des Deutschen  Pflegerates. „Besonders  innovativ  ist  der  Vorschlag  der 

Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 80% bei vollem Lohnausgleich. Es ist ein wichtiges Angebot an diejenigen, die trotz der widrigen Umstände im Beruf ausgehalten haben.“  

  

„Die  Vorschläge  sind  insgesamt  auch  ein  deutliches  Signal  gegen  die  Einschätzung,  eine umfassende  Stellenausweitung  würde  verpuffen,  da  es  gar  keine  fachlich  qualifizierten Pflegenden    auf    dem    Markt    gebe.    Es    gibt    zehntausende    von    ausgebildeten Pflegefachpersonen, die dem Beruf wegen der schlechten Rahmenbedingungen den Rücken gekehrt  haben.  Nur  durch  bessere  Arbeitsbedingungen  kann  der  aktuelle  Trend  zum stufenweisen   oder   vollständigen   Ausstieg   umgedreht   werden.   Das   erfordert   auch 

Veränderungen  bei  der  Arbeitsorganisation  und  gute  Führung.  Es  erfordert  aber  vor  allem eine bessere Stellenausstattung in allen Versorgungsbereichen.“ 

  

Aber Prämien allein werden nicht ausreichen. Die weiteren angekündigten Maßnahmen wie ein   anschlussfähiges   und   sinnvolles   Bildungskonzept   oder   die   Neuordnung   von Verantwortungsbereichen,  die  in  eine  berufliche  Autonomie  münden,  sind  unabdingbar umzusetzen. Nur so können aus unserer Sicht die Kolleginnen und Kollegen dann auch im Beruf gehalten werden. 

  

Der   Deutsche   Pflegerat   bekräftigt   seine   Forderungen   nach   einem   zeitnahen und umfassenden Masterplan für Pflegeberufe für die nachhaltige Sicherung der Versorgung in Deutschland. 

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